Veränderungen in der Einrichtung

Seit 1999 haben in unserer Einrichtung unter dem Aspekt der “Begabungsförderung für alle Kinder - Integration hochbegabter Kinder” folgende Veränderungen stattgefunden:

  • Differenziertes Erkennen von Fähigkeiten (Begabungen) bei Kindern im intellektuellen, kreativen, emotionalen und sensomotorischen Bereich auf der Grundlage von Beobachtungen und Bildungsdokumentationen.
  • Umgestaltung von Räumen und Bereitstellung von Materialien, um Kindern Möglichkeiten zu geben, ihre Fähigkeiten optimal zu entwickeln: Werkstatt, Kreativbereich, Technik-Workshops mit Computer, Einsatz von Nikitin-Materialien um logisches Denken zu fördern und zum Experimentieren und Tüfteln anzuregen.
  • Entwicklung einer mutmachenden Gesprächskultur zwischen Kindern und Erwachsenen: Vermeidung von Lob und Tadel, Gespräch über den Sachverhalt - keine Bewertung der handelnden Person, keine Machtkämpfe, aufzeigen von Strategien zur Problemlösung.
  • Übertragung von Eigenverantwortung für Handlungen und den daraus entstehenden Konsequenzen an die Kinder.
  • Schaffung einer guten Atmosphäre in der gesamten Einrichtung, welche die Entwicklung einer positiven Gefühlsebene zwischen Kindern und Erwachsenen und den Kindern untereinander fördert.
  • Erlernen von Selbstmotivation und Selbstdisziplin, um Begabungen ausschöpfen zu können.

Fortbildung, Beratung, Sponsoring, usw.:

  • 1999 bis 2005: Intensive Zusammenarbeit, Weiterbildung und Beratung durch Frau Nadine Zimet, Dipl. Psychologin und Leiterin des Zentrums für Begabungsförderung in Zürich.
  • Intensive Elternberatungsgespräche mit steigender Tendenz.
  • Weiterbildung, Beratung und Information von Kolleginnen durch Frau Jurke aus anderen Einrichtungen in den laufenden Kindergartenjahren 2006 bis 2016.
  • Im August 2005 wurden erstmals drei Kinder in Absprache mit den betroffenen Grundschulen und Begleitung durch Frau Jurke erfolgreich in die zweite Klasse zurückblickend eingeschult.

Ab Frühjahr 2004 war der Kindergarten Matthäus in der Bildungsoffensive der Bürgerstiftung Gütersloh bis ca. 2009. Durch eine Bezuschussung des Modells “Begabungsförderung aller Kinder, Integration Hochbegabter” durch die Stadtstiftung in Höhe von 10.000 Euro können sowohl für das Team als auch für externe Fortbildungsveranstaltungen zum inhaltlichen Schwerpunkt finanziert werden.

Seit dem 1. August 2006 wurde die inhaltliche Arbeit im Kindergarten Matthäus durch die Bezahlung einer zusätzlichen Gruppenleitung durch die Miele-Stiftung unterstützt und ab 2013 durch die ev. Kirchengemeinde Gütersloh befristet zunächst bis zum 31.7.2018 (aus den Rücklagen des ev. Kindergarten Matthäus). Sie dient der Freistellung von Irmtrud Jurke, die sich dadurch der inhaltlichen Arbeit am Modell in der Einrichtung, der Beratung von Eltern und der Weiterbildung von Erzieherinnen, Schülerinnen etc. widmen konnte.

Ab dem 1.12.2016 übernahm Marina Wartenberg die Leitung und den inhaltlichen Schwerpunkt der Einrichtung. Frau Wartenberg hat die Ausrichtung des Kindergartens bereits seit 1999 mitgestaltet, sich mit den Inhalten der Konzeption identifiziert und diese in ihrer praktischen Arbeit mit den Kindern täglich gelebt. Anstelle von negativer Kritik hat sie den Fokus auf positives Handeln definiert, den Kindern eigene Verantwortung und Kompetenzen übergeben und sich der modernen Gesprächkultur angenommen.

Eine weitere Bezuschussung des Modells “Begabungsförderung aller Kinder, Integration Hochbegabter” fand im August 2006 durch die Renate-Gehring-Stiftung statt. Diese Gelder dienten zur Anschaffung von Spiel- und Beschäftigungsmaterial, um den Ansprüchen der hochbegabten Kinder gerecht zu werden und gleichzeitig eine Herausforderung für alle Kinder zu sein (zum Beispiel Internetanschluss im Computerraum der Kinder, Einrichtung eines Labors, Musikinstrumente). Hier soll dem Bildungsanspruch der Kinder Rechenschaft getragen werden.

Musik-AG

Dank einer weiteren finanziellen Unterstützung durch die Stadtstiftung konnte für unsere Einrichtung ab Januar 2007 zunächst für ein Jahr eine Musik-AG und eine Englisch-AG ins Leben gerufen werden. Ab 2012 bis 2014 konnte das Angebot durch die Ausschüttung der ev. Stiftung weiter stattfinden.

In jeweils zwei Gruppen erarbeiten die Kinder, angeleitet durch eine Musikpädagogin musikalische Grundkenntnisse und Rhythmusgefühl. Es findet sowohl Stimmbildung als auch musikalisch, rhythmische Körperempfindung durch Klatschen, Stampfen und Tanzen statt. Viel Freude bereitet den Kindern der Umgang mit den Orffschen Instrumenten, die als Liedbegleitungen und Textuntermalung eingesetzt werden.

Einen ersten großen Erfolg konnten die jungen “Musikkinder” bei Ihrem Auftritt im Familiengottesdienst “Wasser ist Leben” und dem Musical “Es ist schön ein Querk zu sein” verzeichnen.

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Die Leiterin des Matthäus-Kindergartens, Irmtrud Jurke (rechts), führte durch das Musical mit den fünf Querksen Alwa, Bogdan, Cederic, Drago und Erasmus. Juni 2012. Siehe Artikel in der Neuen Westfälischen. Foto: Christian Janzen

Dank der finanziellen Unterstützung der evangelischen Stiftung und der Schöps-Friedrich-Stiftung kann die Musik-AG bis zum heutigen Zeitpunkt aufrecht erhalten werden.

Englisch-AG

Hi! Hello!
Let’s speak english one, two, three?
Let’s speak english you and me!

Mit diesen Worten begrüßte die Englischlehrerin die Kinder der Englisch-AG. Und dann wissen die Kinder: it’s time for english. Dieses Ritual zu Beginn stimmt die Kinder ein, ihre ersten englischen Grundkenntnisse, die sie seit Januar 2007 in spielerischer Form erworben haben, auch anzuwenden.

Lieder wie der “Colour- Song” oder das Zahlenlied “One, two, three, four” nach der Melodie von Bruder Jakob haben den Kindern die Welt der Farben und Zahlen in Englisch näher gebracht. Spiele wie das Farb- oder Zahlenmemory konnte den Kindern nach Kennenlernen der Farben und Zahlen von 1-12 das eigene ausprobieren ermöglichen.

Das Benennen der eigenen Körperteile führte die erste AG-Zeit jetzt vor den Sommerferien zum Abschluss. Die Kinder reichten dieses “Geschenk” Englisch zu können gerne weiter, in dem sie anderen Kindern das selbst erlernte weitergaben und Motivation bei vielen anderen Kindern wecken. Heute begleitet eine Erzieherin zur Zeit die Schulkinder durch die englische Sprache.